Pfui! Nicht anfassen! Pfoten weg! Crinum Latifolium ist giftig und wurde bereits gegossen und gefüttert. Für alles Andere benutzen Sie bitte die Toilette oder den Mülleimer!
Pfui! Nicht anfassen! Pfoten weg! Crinum Latifolium ist giftig und wurde bereits gegossen und gefüttert. Für alles Andere benutzen Sie bitte die Toilette oder den Mülleimer!
| DER MANN WO GAR KEIN FELD HAT UND GANZ VIEL TOLLE SACHEN KANN |
Nachdem Wir mittlerweile alle Rüben bis auf eine vorgekostet und verzehrt hatten, nahmen Wir die übrig gebliebene und brachen davon ein für die kleinen Pelzknäuel mundgerechtes Stück ab. Damit näherten Wir Uns Schritt für Schritt dem Gebüsch mit der spielenden Horde dieser Zwergrabauken, bis Wir etwa 1 Meter vor einem dieser auf den Ästen im Gebüsch kauernden Lebewesen mit unfassbar glatt rasiertem aber zerknittertem Gesicht zu stehen kamen. Gastfreundlich wie Wir waren, hielten Wir dem Tier das abgebrochene Stück Unserer Rübe zum Fraß vor. Das Äffchen war sehr höflich und wusste sich schicklich zu benehmen, als es den Rübenhappen mit einer Hand ruhig nahm und zögerlich zu sich führte. Mit der kleinen Leckerei in der Hand vor seinem Mund verharrte es mit ratloser Miene in versteinerter Haltung auf dem Ast. Aber so schnell wie Wir Vertrauen zu dem kleinen Lümmel gefasst hatten, erwies er sich auch schon als teuflischer Frechdachs.
Anstatt den Rübenbissen zu fressen, warf ihn dieser undankbare Satansbraten mit gleichgültigem Gesichtsaudruck einfach auf den Boden und machte sich daran, sich durch das Gewirr der Äste des Gebüsches zurückzuziehen. Doch hatte dieser verächtliche Teufel nicht mit Unserer Schnelligkeit gerechnet. Wir neigten Uns vornüber, bargen den Rübenhappen, erhoben Uns, packten das Vieh flink mit einem anatomischen Griff Unserer Rechten und ernährten es mit Unserer Linken UND dem Rübenstück. So zeigte sich der verschlagene Kerl sichtbar ergriffen und von dem Vorteil des ihm angebotenen Nährwerts deutlich überzeugt. Kurzum raspelte er mit seinen winzigen Zähnchen Span für Span von dem Rübenhappen, bis er ihn endlich zu Unserer vollsten Zufriedenheit vollständig verzehrt hatte. So gestärkt durch Unsere Fürsorge und Kost quiekte er und war sodann in besserer Verfassung als je zuvor und als stattlichstes Mitglied seiner Bande von allen anderen Mitgliedern hoch geachtet. Der ausgewogen ernährte Balg hatte es nun nicht mehr eilig, durch das Dickicht zu entkommen und wandelte gemütlich seines Wegs. Die anderen Blagen taten es ihm gleich und schlossen sich ihm auf dem Weg in ihre vergitterte Behausung an.
| Alle Urheberrechte bei Michael Feldmann | Seiteninhalt zuletzt geändert 21.08.2025 |