Pfui! Nicht anfassen! Pfoten weg! Crinum Latifolium ist giftig und wurde bereits gegossen und gefüttert. Für alles Andere benutzen Sie bitte die Toilette oder den Mülleimer!

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DER MANN WO GAR KEIN FELD HAT UND GANZ VIEL TOLLE SACHEN KANN

Feldmannier

Lebensdram

Der Musiklehrer unterrichtet ihn zusätzlich in Gesang und Gitarre und Tenorblockflöte (Arie Verachtet mir die Meister nicht). Doch fühlt sich der ehrgeizige Junker zu seiner Stimme mehr hingezogen als zu beiden Hölzern. Gesang bestimmt sein Oeuvre. Er schließt einen folgenschweren Kaufvertrag ab und erwirbt eine Aufnahme von Händel Arien, gesungen von dem walisischen Bassbariton Bryn Terfel, der der unerfahrene Junker wie von Sinnen verfällt. Die Oberen bemerken das Begehren des Junkers und bestellen ihn als Kantor und Oberkantor in der Seminarkirche von Waldram und als Kantor in der Kirche seiner Heimatpfarrei. Zuerst kann der Organist der Heimatpfarrei den anfangs originellen Gesang des aufstrebenden Junkers nur aushalten. Doch tragen die Bemühungen des gelehrten und promovierten Organisten schon bald satte Früchte. Zwei Mitschüler überzeugen in Waldram als Organisten und werden musikalische Wegabschnittsgefährten des Junkers (Terzett Der, welcher wandert diese Straße voll Beschwerden). Auch in dieser Schule hält sich der Junker die Kunst als ergebene Muse und frönt regelmäßig der Darstellung zur Erbauung des Publikums. Als Nebendarsteller kann er einen loyalen Mitschüler verpflichten, den er rasch von seiner geistigen Größe übezeugt (Duett Komm, mein Söhnchen, auf ein Wort). Bei einer heimtückischen Heimsuchung durch den Teufel verfällt der Junker dem Wahn und einem nimmerendenden Gedankenstrom, dem er bis wenige Tage vor der Premiere seines Dramas schutzlos ausgeliefert ist. Bei seinem Auftritt treibt der Teufel sein hinterfotziges Spiel schließlich zum fatalen Höhepunkt, als er dem Junker auf der Bühne alle Erinnerung an die seinen Verstand noch unmittelbar vor der Aufführung beherrschenden Gedanken raubt und den Junker dem ahnungslosen und irritierten Publikum überlässt (Arie Allmächt'ger Vater blick herab!). Doch gelingt es dem Junker das ahnungslose Publikum durch einen Kunstgriff abzulenken, indem er auf der Bühne den tollpatschigen Versager mimt und so den Eindruck erweckt, genau diese Darstellung beabsichtigt zu haben (Arie Teurer Sohn, sprach Mütterlein). Der Teufel kann daraufhin nur noch heulen und mit seinen dritten Zähnen knirschen. Als die Reife des Junkers nicht mehr zu leugnen ist und alle Mitschüler nach harten Jahren der schulischen Ausbildung ausgezehrt und entkräftet sind, überzeugt der Junker abermals mit seiner Darstellung des Abiturientensprechers (Arie Ja! Was auch ringsumher mir droht). Zum Dank für die Bescheinigung seiner Reife, verlässt der Junker Waldram (Arie Dir töne Lob).

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