Telefon: 00 49 - (0)9 31 46 54 01 78 E-Mail-Account: info@gaudiguad.com

Auftretender

Heldentaten

Zu diesem Hygienekonzept würde es dann auch gehören, die ZuschauerInnen in einem Abstand von mindestens 1,5 Metern in jeder Richtung voneinander zu setzen, was eine Besetzung des Veranstaltungsraumes mit einer Kapazität von regulär rund 200 Sitzplätzen bei Einhaltung der Hygieneverordnung mit nur einem geringen Bruchteil der möglichen Zuschauermenge erlaubt. So platzierte Personen fühlen sich eher isoliert und sind noch weniger bereit, zusätzlich noch ihren Mundschutz stundenlang zu ertragen. Im Gegenteil: Die Situation der/des betroffenen Einzelnen ist dann bei der Veranstaltung noch unbehaglicher als bei ihr/ihm daheim vor dem Fernseher. Für die Nutzung des Fernseh- und Rundfunkprogramms bezahlt sie/er ohnehin schon monatlich Gebühren in Höhe rund des von mir verlangten Eintrittspreises, kann dafür aber einen ganzen Monat lang unzählige Programme und Sendungen hören und sehen und dabei auch noch tun und lassen, was immer sie/er will, zum Beispiel frei sprechen, essen und trinken oder — Ergo: BesucherInnen sind bei einer theatralischen Veranstaltung nur zu erwarten, wenn nicht nur der Inhalt sondern auch die Teilnahme Freude verspricht. Schließlich ist eine Veranstaltung ein Erlebnis und nicht nur eine Ansicht und Anhörung.

Die jüngst veröffentlichten Infektionsereignisse zum Beispiel in Israel zeigen eine nach einer leichtsinnigen Reaktion auf rückläufige Infektionszahlen, nämlich einer zu schnellen Lockerung der erforderlichen Infektionsschutzmaßnahmen, katastrophale Entwicklung der Pandemie und erneut steigende Todesfallzahlen. Deswegen besteht in Deutschland im Herbst 2020 die Gefahr einer 2. Infektionswelle, weil die Menschen sich wegen der zunehmend kalten Temperaturen und der kalten und nassen Witterung wieder vermehrt in geschlossenen Räumen aufhalten werden, so dass die derzeit geltenden Hygienevorschriften zum Schutze der Bevölkerung dann wieder verschärft werden und Veranstaltungen in geschlossenen Räumen wieder verboten werden könnten.

Nach Überwindung der Pandemie müssen dann noch ihre wirtschaftlichen Folgen und die der notwendigen umweltfreundlichen und sozialgerechten Umgestaltung der Wirtschaft überwunden werden. Da das Eintrittsgeld für eine Unterhaltungsveranstaltung nicht zu den notwendigen Ausgaben gehört, kann man diese gegen Entgelt nur anbieten, wenn die wirtschaftliche Existenz der Zielpersonen gesichert ist.

Es kann jetzt auch nicht darum gehen, Menschen mit Unterhaltungsveranstaltungen vom Ernst der politischen und wirtschaftlichen Lage oder erneut drohenden verheerenden arbeitsmarktpolitischen Entscheidungen und Methoden abzulenken.

Seite
3 von 4
1 - 2 - 3 - 4