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Auftretender

Heldentaten

Des Weiteren verbietet § 5 der geltenden „Sechste Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung“ (im Folgenden mit 6.BayIfSMV abgekürzt) vom 19.6.2020 des Bayerischen Gesundheitsministeriums (Bayerisches Ministerialblatt 2020 Nr. 348) öffentliche Kulturveranstaltungen, wenn diese nicht nur wie in § 5 Abs. 2 6.BayIfSMV bestimmt „aufgrund ihres persö̈nlichen Zuschnitts nur von einem absehbaren Teilnehmerkreis besucht werden“. Da die Veranstaltung an alle BürgerInnen gerichtet wäre, könnten sich auch alle BürgerInnen Eintrittskarten dafür kaufen, bis die zulässige Sitzplatzkapazität erreicht wäre. Sollte das Publikum wegen der erst nach Erwerb einer Eintrittskarte möglichen Teilnahme an der Veranstaltung im Sinne des § 5 Abs. 2 Satz 1 6.BayIfSMV nicht „als beliebiges Publikum“ gelten, wäre die von mir beabsichtigte Veranstaltung gemäß § 5 Abs. 2 Satz 1 6.BayIfSMV im geschlossenen Veranstaltungsraum nur „gestattet, wenn der Veranstalter ein Schutz- und Hygienekonzept ausgearbeitet und auf Verlangen der zustä̈ndigen Kreisverwaltungsbehö̈rde vorlegen kann.“ Die „Verordnung zur Ä̈nderung der Sechsten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung und der Einreise-Quarantäneverordnung“ des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege vom 7.7.2020 ändert diese Bestimmung nicht, sie erhöht in § 1 Nr. 1 nur die Zahl der erlaubten TeilnehmerInnen.

Zu diesem Hygienekonzept würde es dann auch gehören, die ZuschauerInnen in einem Abstand von mindestens 1,5 Metern in jeder Richtung voneinander zu setzen, was eine Besetzung des Veranstaltungsraumes mit einer Kapazität von regulär rund 200 Sitzplätzen bei Einhaltung der Hygieneverordnung mit nur einem geringen Bruchteil der möglichen Zuschauermenge erlaubt. So platzierte Personen fühlen sich eher isoliert und sind noch weniger bereit, zusätzlich noch ihren Mundschutz stundenlang zu ertragen. Im Gegenteil: Die Situation der/des betroffenen Einzelnen ist dann bei der Veranstaltung noch unbehaglicher als bei ihr/ihm daheim vor dem Fernseher. Für die Nutzung des Fernseh- und Rundfunkprogramms bezahlt sie/er ohnehin schon monatlich Gebühren in Höhe rund des von mir verlangten Eintrittspreises, kann dafür aber einen ganzen Monat lang unzählige Programme und Sendungen hören und sehen und dabei auch noch tun und lassen, was immer sie/er will, zum Beispiel frei sprechen, essen und trinken oder — Ergo: BesucherInnen sind bei einer theatralischen Veranstaltung nur zu erwarten, wenn nicht nur der Inhalt sondern auch die Teilnahme Freude verspricht. Schließlich ist eine Veranstaltung ein Erlebnis und nicht nur eine Ansicht und Anhörung.

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