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Auftretender

Heldentaten

die Temperatur- und Schweißregulierung im Gesicht und sogar die Kommunikation, weil diese auch zu einem erheblichen Teil über die Mimik erfolgt, die aber wegen der dichten Bedeckung von Mund und Nase ebenfalls verdeckt wird. Die Menschen tragen den Mundschutz deswegen bei jedem Tragen nur solange, wie sie ihn unbedingt tragen müssen. Würden sie das Tragen des Mundschutzes etwa als modisches Kleidungsstück lieben, würden ihn alle auch im Freien, zum Beispiel in der Würzburger Fußgängerzone tragen. Dies tut aber niemand. Das Tragen des Mundschutzes ist deswegen eine erhebliche Einschränkung der persönlichen Entfaltung und insofern immer eine Zumutung. Es ist deswegen nicht anzunehmen, dass Menschen eine Veranstaltung besuchen werden, wenn sie vorher wissen, dass sie darin stundenlang mit einem Mundschutz bedeckt sitzen müssen.

Abgesehen davon ist es bei einer Veranstaltung mit einer Spielzeit von etwa 120 bis 150 Minuten nicht zuletzt aus gesundheitlichen Gründen empfehlenswert, eine Spielpause von 20 bis 30 Minuten zu halten und nichtalkoholische Getrünke zu bezahlbaren Preisen auszuschenken. Mit der Veranstaltung will ich den BesucherInnen auch die Gelegenheit geben, in Kontakt zueinander zu treten. Dies würde vor allem in der Spielpause geschehen, wenn sie zum Beispiel in der Nähe des Ausschanks

beieinander stehen und sich dort unterhalten können. Mit Mundschutz ist vor allem Trinken nicht möglich. Und bei einer angeregten Unterhaltung würde der Mundschutz allzu schnell durchfeuchten oder gar durchnässen, was dann seiner Bestimmung überaus abträglich wäre und er selbst im schlimmsten Fall zu einer Virenschleuder würde. Außerdem möchte ich bei meiner Veranstaltung die BesucherInnen nicht wie eine militärische Einheit befehligen und führen.

Bei der Aufführung sind auch Interaktionen mit dem Publikum geplant, bei denen der derzeit für den persönlichen Kontakt vorgeschriebene Mindestabstand von 1,5 Metern unterschritten werden würde. Die Dramaturgie meiner Aufführung sieht keine strikte Trennung von Bühne und Zuschauerraum sondern auch das Spiel im Zuschauerraum vor. Da ich auch der Darsteller meiner Aufführung bin und bei der Aufführung wegen der beim Spiel erforderlichen Erkennbarkeit der Mimik, der klaren und deutlichen Artikulation und des Kostüms keinen Mundschutz tragen kann, kann ich wegen der Dramaturgie meiner Aufführung mein Spiel auch nicht nur auf einen vom Publikum abgelegenen Bereich der Bühne beschränken.

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